JuGUM legt Papier „Neue Strukturen für den Nachwuchs“ vor

In diesem Sommer und Herbst hatten sich die JuGUM-Mitglieder mehrfach in Mainz und Germersheim getroffen, um die derzeitige Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses zu diskutieren. Die JuGUM-Sprecher haben daraus ein Impulspapier "Neue Strukturen für den Nachwuchs" kompiliert, dessen Inhalte über die verschiedenen Arbeitskreise des GNK eingebracht werden. Es ist nach innen wie nach außen die derzeit bestehende Arbeits- und Diskussionsgrundlage.

JuGUM will damit die zurzeit recht undurchsichtigen Entwicklungen in der Diskussion um die Personalpolitik der deutschen Hochschulen mitgestalten. Nur minimale Verbesserungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes einerseits und Forderungen nach neuen Personalkategorien für eigenständige Forscher unterhalb der Professur andererseits stellen ein höchst inkonsistentes Bild dar, das aus Sicht des Nachwuchses nicht befriedigend sein kann.

Das Papier verharrt nicht bei Einzelforderungen für die Nachwuchsförderung, sondern skizziert Eckpunkte einer neuen Wissenschaftlerstruktur an der Universität. Es sieht transparentere Karrierewege in der Wissenschaft vor, eine Neudefinition der Qualifikationsphase über die Erstellung von Qualifikationsarbeiten (Diss- bzw. Habil-Schrift) hinaus, Tenure-Optionen auch im Mittelbau und eine demokratischere Wissenschaftstruktur mit neuen Karriereoptionen und Strukturen jenseits der klassischen Lehrstuhl-Professur. Damit formuliert JuGUM eine Vision der inneruniversitären Strukturen über den heutigen Tag hinaus.

Dieser Artikel wurde am 19. Dezember 2015 publiziert und unter Aktuelles abgelegt.